CDU nimmt Sorgen der Landwirte ernst

Andreas Westermeyer berichtet im CDU-Kreisvorstand über Probleme der Landwirte

Andreas Westermeyer (v.l.) berichtete dem CDU-Kreisvorstand um Raphael Tigges, Klaus Dirks und Birgit Ernst von den Herausforderungen, vor den die Landwirte stehen.
Andreas Westermeyer (v.l.) berichtete dem CDU-Kreisvorstand um Raphael Tigges, Klaus Dirks und Birgit Ernst von den Herausforderungen, vor den die Landwirte stehen.
Zu einem informellen Austausch lud die CDU im Kreis Gütersloh den Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Gütersloh, Andreas Westermeyer aus Verl, ein. Themen waren unter anderem die Messstellen zur Untersuchung des Grundwassers sowie das Tierwohl. Einig war man sich darin, dass mehr für das Tierwohl getan werden muss und dass die Landwirte bei der Umsetzung neuer, besserer Anforderungen an das Tierwohl unterstützt werden müssen.

„Landwirte sind für Neuerungen bereit“, sagte Westermeyer während des Gesprächs mit dem gesamten Kreisvorstand der CDU. Gleichwohl müsse man den Verbrauchern immer deutlich machen, dass es Verbesserungen nicht zum Nulltarif gäbe. „Der Verbraucher bekommt die Landwirtschaft, für die er bereit ist zu zahlen.“ Insbesondere im Bereich der Sauenhaltung müssen die örtlichen Bauern derzeit hohe Summen investieren, um den gesetzlichen Grundlagen zu genügen. Jedoch sei derzeit nicht absehbar, ob diese Anforderungen auch in den nächsten Jahren Bestand haben werden, so Westermeyer, der sich mehr Planungssicherheit für die Landwirte wünscht.

Der 54-Jährige betonte, dass er die aktuell politisch geführte Diskussion um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 7 auf 19 Prozent für Fleisch, Milch und Eier zum Zweck des Tierwohls durchaus interessiert beobachte. So würde eine Erhöhung eben auch auf Importe anfallen und nicht nur die heimischen Bauern treffen. Außerdem sei zu berücksichtigen, dass eine Verteuerung der Lebensmittel zu einem Rückgang des Absatzes führen würde. Grundsätzlich glaubt Westermeyer nicht, dass alle Verbraucher freiwillig bereit sind, einen höheren Preis für Lebensmittel aufzubringen, damit die Bedingungen für die Tiere verbessert werden, weshalb eine steuernde Maßnahme sinnvoll sein könnte.

CDU-Kreisvorsitzender Raphael Tigges lobte die Landwirte, die trotz aller Schwierigkeiten fortwährend für unsere Lebensgrundlagen hart arbeiten würden. Im Oktober des vergangenen Jahres veröffentlichte der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband einen Bericht unter dem Namen „Offensive Nachhaltigkeit“. In dem 81 Seiten starken Dossier werden Handlungsempfehlungen ausgesprochen und auf nachhaltige Entwicklungen hingewiesen. „Dass die Landwirtschaft zur Veränderung bereit ist, wurde erneut beweisen“, so Tigges. Man dürfe den landwirtschaftlichen Betrieben nur nicht durch ständig neue Vorschriften das Leben zusätzlich erschweren.

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