Pferd ist als Wirtschaftsfaktor nicht zu unterschätzen

CDU-Kreisverband Gütersloh informiert über Reitsport

Gab Einblicke in die Welt des olympischen Reitersports (v.l.): Soenke Lauterbach, Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Reiterlichen Vereinigung mit Werner Knöbel, dem Vorsitzenden des Kreisreiterverbandes Gütersloh und dem CDU-Kreisvors
Gab Einblicke in die Welt des olympischen Reitersports (v.l.): Soenke Lauterbach, Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Reiterlichen Vereinigung mit Werner Knöbel, dem Vorsitzenden des Kreisreiterverbandes Gütersloh und dem CDU-Kreisvors

„Das Pferd als Wirtschaftsfaktor“ ist ein Aspekt, der sich auf den ersten Blick nicht aufdrängt. Mit umso größerem Interesse haben sich jetzt bei einer Veranstaltung des CDU im Konrad-Adenauer-Haus in Gütersloh 40 Gäste, überwiegend Freunde des Reitsports, genau darüber informieren lassen. Dazu hatte der CDU-Kreisvorsitzende Ralph Brinkhaus als ausgewiesenen Fachmann Soenke Lauterbach eingeladen, den Generalsekretär und Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Reiterlichen Vereinigung mit Sitz in Warendorf.

Zum Einstieg präsentierte Lauterbach einige Zahlen, die die Bedeutung der Sportart verdeutlichen. So gibt es in Deutschland 1,7 Millionen aktive Pferdesportler und 1,2 Millionen Pferde. In Nordrhein-Westfalen verzeichnen die 1.240 Reitvereine rund 165.000 Mitglieder. 13.000 Züchter gibt es im Bundesland. „Mit 700.000 Mitgliedern deutschlandweit sind wir der achtgrößte nationale Sportverband“, sagte Lauterbach. „Gemessen an den Medaillen firmiert die Deutsche Reiterliche Vereinigung als weltweit erfolgreichster Verband im Pferdesport.“

Verblüffend sind die vielfältigen Aspekte der Pferdenutzung: So fungieren die Tiere als Sport- und Freizeitpartner, als Therapeuten, Zuchttiere, Werbeträger und Waldarbeiter. „Nicht zu unterschätzen ist dabei der wirtschaftliche Aspekt des Pferdesports“, so Lauterbach. „10.000 Firmen in Deutschland sind im Sektor „Pferd“ tätig und erwirtschaften damit fünf Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Die Sportart schafft so 300.000 Arbeitsplätze. Hinzu kommen die gesundheitsfördernden und die sozialen Aspekte. „Kinder, die ein Pferd betreuen, übernehmen Verantwortung und lernen Fleiß sowie Entbehrung hinsichtlich anderer Hobbys. So ist der sprichwörtliche Stallgeruch als Bindungsform nicht zu unterschätzen.“

Umso mehr bedauert Lauterbach, dass jüngst deutsche Städte und Gemeinden das Thema „Pferdesteuer“ aufgebracht haben. Den Anfang hat Bad Soden Allendorf in Hessen gemacht, wo pro Tier und Jahr 200 Euro erhoben werden. „Wir halten dies für ein ganz falsches Signal“, sagt der Generalsekretär. „Zum einen ist es die erste Besteuerung einer Sportart in Deutschland, zum anderen erschwert es unsere ehrenamtliche, soziale und therapeutische Arbeit. Auch die Begründung der Abgabe, das Halten von Pferden zeige eine überdurchschnittliche Finanzkraft, ist falsch. Viele Pferdesportler gehen einer Nebenbeschäftigung nach, um sich dieses Hobby leisten zu können.“

In einem zweiten Teil seines Vortrags präsentierte Lauterbach Fotos von den Olympischen Spielen in Hongkong 2008 und in London 2012. Soenke Lauterbach war 2008 Mitglied des Organistionskomitees und 2012 Organistionsmitglied der deutschen Mannschaft. Besonders beeindruckend waren die Bilder der immensen sozialen Unterschiede am Austragungsort in Asien und der eher aristokratischen Atmosphäre im britischen London. Weitere Informationen über den Pferdesport gibt es unter www.pferd-aktuell.de oder beim Internet-Fernsehsender www.clipmyhorse.tv.

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