Polizeiliche Aufgaben bei Großveranstaltungen

Informationsreihe zur Inneren Sicherheit

Die Landtagsabgeordnete Ursula Doppmeier mit Hauptkommissar Jens Bohne und Polizeidirektor Ulrich Ettler von der Direktion Gefahrenabwehr-Einsatz (v.l.).
Die Landtagsabgeordnete Ursula Doppmeier mit Hauptkommissar Jens Bohne und Polizeidirektor Ulrich Ettler von der Direktion Gefahrenabwehr-Einsatz (v.l.).
Bei der Veranstaltungsreihe zur Inneren Sicherheit, die der CDU-Kreisverband und die Landtagsabgeordnete Ursula Doppmeier derzeit veranstalten, hat jetzt das Thema „Polizeiliche Aufgaben bei Großveranstaltungen“ auf der Tagesordnung gestanden. Polizeidirektor Ulrich Ettler und Hauptkommissar Jens Bohne waren in das Konrad Adenauer Haus gekommen, um über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr bei Großveranstaltungen zu berichten. Während in Großstädten vor allen Dingen Fußballspiele die größten Herausforderungen sind, zählen zu den Großveranstaltungen im Kreis Gütersloh der Karneval in Rietberg, Schloß Holte-Stukenbrock und Harsewinkel sowie die verschiedenen Märkte und Stadtfeste oder das Public Viewing bei Fußballweltmeister- und Europameisterschaften.

Als Beispiele für Unglücksfälle auf Großveranstaltungen führten die beiden Polizeibeamten den Anschlag beim Boston-Marathon im Jahr 2013 und die Todesfälle bei der Love Parade 2010 in Duisburg an, bei der es 20 Tote und 500 Verletzte gegeben hatte. Danach rückte die Frage nach der Verantwortlichkeit in den Mittelpunkt. Ettler und Bohne erklärten, dass die Polizei nur einer von vielen Akteuren in einem Koordinierungsgremium ist, das vor einer Großveranstaltung gebildet werden muss. Dazu gehören zum Beispiel seitens der Kommune die Abteilungen Sicherheit und Ordnung, Bauaufsicht oder Straßenverkehr und neben der Polizei auch Feuerwehr und Rettungsdienst sowie schließlich der Veranstalter. Seit den Unglücksfällen bei der Love Parade muss für Großveranstaltungen ein umfassendes Sicherheitskonzept erstellt werden, ohne das die Genehmigung einer Veranstaltung nicht mehr möglich ist. Die Landtagsabgeordnete Ursula Doppmeier betonte die teilweise schwierige Gratwanderung zwischen dem Anspruch, der Bevölkerung und dem Veranstalter Freiheiten zu gewähren und dem Sicherheitsbestreben der Verantwortlichen.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben