Kreis Gütersloh (gl). Ludger Kaup steht weiter an der Spitze der Christdemokraten im Kreis Gütersloh. Bei seiner ersten Wiederwahl erhielt der 57-jährige Immobilienmakler am Freitagabend in der Stadthalle Gütersloh 170 von 203 abgegebenen Stimmen. 28 Delegierte votierten gegen den Gütersloher, 4 enthielten sich. Eine Stimme war ungültig.
„Das ist eine solide Grundlage für die nächsten zwei Jahre“, kommentierte Kaup das Ergebnis. Bei seiner Wahl zum Nachfolger von Hubert Deittert vor zwei Jahren hatte der jetzt mit 85,8 Prozent im Amt bestätigte Kreisvorsitzende 190 von 208 gültigen Stimmen bekommen (91,3 Prozent).
Als Stellvertreter stehen Kaup wie bisher Dr. Michael Brinkmeier aus Rietberg (196 von 204 gültigen Stimmen; 2005: 208), Elke Hardieck aus Halle (191; 193), Hans Schäfer aus Schloß Holte-Stukenbrock (198; 203) und Elisabeth Witte aus Rheda-Wiedenbrück (191; 201) zur Seite.
„Die CDU im Kreis Gütersloh ist gut aufgestellt“, hatte Ludger Kaup zuvor die zwei Jahre unter seinem Vorsitz zusammengefasst. Die Zahl der Mitglieder steige gegen den Trend, die Partei sei finanziell gesund, und in der kommunalpolitischen Arbeit sei man führend. Außerdem „sind wir an wichtigen Stellen in der Landespolitik vertreten, arbeiten politisch und finden überregional Beachtung“, so sein Fazit. Der Vorsitzende rief das „sehr erfolgreiche Abschneiden bei der Landtagswahl“, Hubert Deitterts „tolles Ergebnis“ bei der Bundestagswahl, thematisch wichtige Kreisparteitage sowie die 60-Jahr-Feier mit Landeschef Dr. Jürgen Rüttgers als Schwerpunkte in Erinnerung. Dazu das Projekt 2020, dessen Leitsätze beim Parteitag am 9. November 2007 beraten und beschlossen werden sollen. Kaup ermunterte die Delegierten, sich „an der Diskussion zu beteiligen, wie unser Kreis in 13 Jahren aussehen soll“.
Ein Thema kostet nach Darstellung des Vorsitzenden derzeit „viel Nerven, Zeit und Kraft“: der Protest gegen die von der Landesregierung vorgesehene Entkopplung der Wahlen der Räte und Kreistage von denen der Bürgermeister und Landräte. Auf das „erschreckend eindeutige“ Votum der CDU-Mandatsträger im Kreis gegen diesen Plan habe man eine „eigenartige“ Antwort des Generalsekretärs bekommen. Aber, so Kaup: „Die kritischen Äußerungen nehmen zu. Nach und nach erkennen viele Kreisverbände die negativen Auswirkungen, und dass die kommunale Stärke der CDU auf dem CDU/FDP-Altar in Düsseldorf geopfert werden soll.“ Der Druck der Landespartei auf ihn und die Kreis-CDU sei „riesengroß“. Daher sein Appell: „Wir müssen fest zusammenstehen, sonst halten wir das nicht aus.“